Lehrschwimmbecken schließen, aber Schwimmangebote erhalten

Kommunalpolitik

Die SPD-Fraktion bedauert die Schließung der Lehrschwimmbecken, hält aber an dieser Maßnahme im Rahmen des Stärkungspakts Stadtfinanzen fest. Wir haben dem Stärkungspakt zugestimmt, um aus der Schuldenspirale herauszukommen und die grundlegende Sanierung des städtischen Haushalts für die nächsten Generationen zu ermöglichen.
Jetzt, wo die einzelnen Maßnahmen, wie die Schließung der Lehrschwimmbecken umgesetzt werden, spüren wir die schmerzlichen Einschnitte. Das darf aber nicht dazu führen, dass wir einzelne Maßnahmen zurücknehmen, weil wir dann das Ziel, die Entschuldung der Stadt nicht erreichen können.

Vielmehr müssen wir mit allen Beteiligten konstruktive Lösungen finden. Deshalb haben wir im Rahmen der Etatberatung die Verwaltung aufgefordert, Alternativen in den drei Hallenbädern anzubieten, um die Schwimmkonzepte der Schulen sowie Angebote der OGS, des Stadtsportbundes und anderer Vereinen zu erhalten. Dabei ist auch daran zu denken, inwieweit das Lehrschwimmbecken im Hallenbad im Sportpark genutzt werden kann.
Fest steht bereits jetzt, dass der Schwimmunterricht, wie er in den Richtlinien vorgeschrieben ist, stattfinden kann. Schließlich haben wir in der Stadt drei Hallenbäder, von denen eins vor gar nicht langer Zeit erst gebaut worden ist und die Bäder in Kirchhellen und Welheim sind komplett saniert worden. Es wächst also keine Generation heran, die nicht schwimmen lernen darf. Zu prüfen ist, inwieweit den Schulen bei Bedarf zusätzliche Schwimmeinheiten zu bieten sind. Dies versuchen wir gerade in Gesprächen mit der Verwaltung und den betroffenen Schulen zu klären. In diesen Gesprächen werden auch organisatorische Fragen, wie z.B. Fahrtzeiten zu thematisieren sein, damit die Kinder möglichst lange Wasserzeiten haben.
Aufgrund der Tatsache, dass die Lehrschwimmbecken wegen technischer Defekte nun früher als geplant geschlossen sind, müssen diese Angebote umgehend gemacht werden.
Die SPD-Fraktion findet es richtig, die Schließung der Lehrschwimmbecken vorzuziehen. Schließlich kommt der Fachbereich Immobilienwirtschaft zu dem Schluss, dass der Badebetrieb an beiden Standorten nicht zu verantworten sei. Kleine Reparaturen vorzunehmen, um den Badebetrieb bis Ende Dezember aufrecht zu halten, wären Geldverschwendung. Die hohen Sanierungskosten sind der entscheidende Grund, warum die SPD Fraktion der Schließung der Lehrschwimmbecken zustimmt. Laut Aussage der Verwaltung sind für die Sanierung des Lehrschwimmbeckens an der Adolf-Kolping-Schule ca. 150.000€ und an der Michael-Ende-Schule 120.000€ notwenig.
Neben diesen Kosten können durch die Schließung jährlich 90.000€ eingespart werden. Die Kosten für den zusätzlichen Bustransport kommen an diese Summe bei weitem nicht heran.
Im Übrigen gibt es auch Kinder, die diese Entwicklung positiv sehen. Von einigen Drittklässlern, die bisher im Lehrschwimmbecken Schwimmunterricht hatten und nun im Hallenbad im Sportpark Unterricht haben: „Endlich können wir im großen Becken mal richtig schwimmen".

 
 

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